Die Chartreux

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Felicite Minou de Mario

blau

 

Chartreux (deutsch: Kartäuser)

(sprich: Schartrö)

Die Chartreux – zu deutsch: Kartäuser – gehört mit zu den ältesten bekannten Katzenrassen. Gern wird der Vermutung Glauben geschenkt, die Kartäuser wäre über Syrien nach Frankreich gekommen und in den Kartäuserklöstern Frankreichs gezüchtet worden. Wie bei vielen Geschichten dieser Art stimmt leider nur ein Teil, denn die Archive der Kartäusermönche zeigen keine Hinweise auf Katzenzucht.

Vielmehr stammt der Kartäuser von der Syrischen Katze ab, die damals schon beschrieben wurde als eine "Katze mit aschgrauen Fell und kupferfarbenen Augen". Die Syrer-Katze wurde während der Kreuzzüge (11.–13. Jh. unternommen Züge zur Befreiung der hl. Stätten von islamischer Herrschaft) erstmals nach Europa gebracht.

Den heutigen Namen "Chartreux" (Kartäuser) bekam sie erst im 17. Jahrhundert. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde sie dann auch in Handelsbüchern und Lexika offiziell als "Chartreux" geführt, mit der Erklärung, sie sei eine "bestimmte Sorte blauer Katzen, deren Fell von den Kürschnern sehr geschätzt wird". Bedingt durch die dichte Fellbeschaffenheit wurde es gerne eingefärbt und als Otterfell verkauft.

Chat de Manu's Picard

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Bis Anfang 1900 lebte die Chartreux als ganz normale graue Hauskatze in Frankreich. Auch gab es noch sehr viele freilebende Gruppen in Paris, in den Hochtälern der Savoyen und auf den einzelnen, der Bretagne vorgelagerten, Inseln. Diese Gruppen waren allerdings nie sehr groß. Nach dem 1. Weltkrieg haben sich dann franz. Züchter für den Erhalt der Rasse eingesetzt. Die erste planmäßige Zucht fand auf der Insel "Belle Ile" statt, wo sich die Geschwister Léger um 1925 unter dem Zwingernamen "de Guerveur" der Chartreux annahmen.

In Deutschland gibt es nur sehr wenige Chartreuxzuchten. Dem geneigten Leser sei an dieser Stelle erklärt, daß die Katzen, die in Deutschland als Kartäuser verkauft werden, keine Kartäuser sind, sondern Britisch Kurzhaar Blau-Katzen. Sie haben mit dem Kartäuser (außer der grauen Fellfarbe) nicht sehr viel gemein. Die Standards der beiden Katzenrassen (beschreibt, wie eine Rassekatze auszusehen hat) so wie ihre Geschichte und Herkunft sind sehr unterschiedlich. Auffälligster Unterschied ist wohl der Körperbau. Die Chartreux ist wesentlich hochbeiniger und ist schlanker als ein Brite. Die Kopfform differiert ebenfalls sehr stark. Ein Brite hat einen runden Kopf, die Chartreux einen trapezförmigen. Es gibt noch viele kleine Unterschiede, wie Ohrenform, Pfotengröße etc.

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Kitten von Chat de Manu

Eine gute Eigenschaft (neben dem hervorragenden Jagdinstinkt) ist der Charakter eines Kartäusers. Ein Chartreux ist friedliebend, selbständig und sehr sehr zärtlich – ohne dabei aufdringlich zu. Bedingt durch seine friedliebende Art ist er auch ein wenig sensibel. Er mag keine Streitereien im Haus, Krach und Unruhe ist ihm ein Greuel. Er liebt den geregelten Tagesablauf – ohne die großen Ereignisse unserer Zeit. Ein Kartäuser ist ein guter Freund für die ganze Familie, vorausgesetzt er wird von allen Mitgliedern mit entsprechendem Respekt behandelt. Besucher werden mit gebührendem Abstand interessiert betrachtet und anschließend überwiegend ignoriert.

Die Pflege des Tieres ist durchaus überschaubar. Das normale Pflegeprogramm (Augenpflege, Krallenpflege und ab und an eine Bürste) reichen bei weitem aus. Selbstverständlich ist eine gute und ausgewogene Ernährung, aber das sollte bei jeder Katzenhaltung selbstverständlich sein. Rassespezifische Gesundheitsprobleme gibt es nicht. Die üblichen Impfpläne sind einzuhalten.

Chat de Manu's Picard

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Autor:

Manuela Thurau "Chat de Manu"
Chartreuxzüchterin, Hamburg

Tel: +49.40.656 81 346
Fax: +49.40.656 81 347

e-mail: manu@chartreux.de

homepage: www.chartreux.de