Die Sibirische Katze

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Ch. Lajla z Snechnogo Barsa

 

Keine Maine Coon - keine Norwegische Waldkatze

Das ist die
Sibirische Katze

Gegen Ende der 80er Jahre wurde die Vielfalt der Semilanghaar-Katzenrassen durch eine weitere bereichert: die Sibirische Katze, die damals fälschlicherweise auch als Sibirische Waldkatze bezeichnet wurde.

Man kann diese bei uns noch relativ junge Rasse in die Gruppe der Maine Coon und Norwegischen Waldkatzen einstufen. In ihrem Erscheinungsbild sind diese drei Semilanghaar-Rassen vergleichbar und für Nichtinsider dieser Haarkategorie leicht zu verwechseln.

Diese noch relativ ursprüngliche Katzenrasse ist in der Fachliteratur bis jetzt kaum beschrieben. Das einzige, was unbestritten ist: diese Rasse hat ihren Ursprung in den Gebieten der ehemaligen UdSSR. Das ist auch der Grund dafür, daß die Rasse relativ spät bei uns im Westen bekannt wurde. Die politische Lage machte es allerdings möglich, daß im damaligen Ostblock (DDR, CSSR etc.) schon etwas länger die Sibirische Katze gezüchtet wurde.

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Mi-Pi-Lee's Virginia (lebt in Italien)

In einem Artikel über die "Siamesische Hauskatze" aus der "Illustrierten Zeitung" vom 20. April 1895 wird unter anderem erwähnt, daß im Zoologischen Garten zu Dresden sich seit längerer Zeit ein Pärchen blau-graue "Sibirische Hauskatzen" befinde. Interessant zu lesen ist, daß in jenem Artikel nicht von Rassekatzen, sondern von Hauskatzen gesprochen wird und von der "rothen Tobolsker Katze" aus Sibirien.

Hinsichtlich Sibirischer Katzen wird man fündig in Brehms Tierleben aus dem Jahr 1925, wo neben der Kumanischen Katze aus dem Kaukasus auch von der roten Tobolskerkatze aus Sibirien gesprochen wird. Die vorstehenden Zeilen dokumentieren, daß die Sibirische Katze seit fast einhundert Jahren existiert und seit langem eine eigenständige Rasse ist.

Das erste Pärchen dieser Sibirischen Katzen wurde im Jahr 1987 aus Leningrad (heute St.Petersburg) im Zug mit nach Köln gebracht. Die nach Deutschland ausgewanderte russische Besitzerin wollte mit den beiden Tieren jederzeit ein Andenken aus ihrer Heimat um sich haben.

Diese Tiere mußten später aus persönlichen Gründen abgegeben werden und gelangten somit in die Zucht. In den darauffolgenden Jahren 1988/1989 kamen weitere Tiere dieser Rasse von Züchtern aus der DDR und der CSSR nach Westdeutschland. Mit ihnen wurde dann die Zucht aufgebaut, auf Ausstellungen im In- und Ausland diese Rasse vorgestellt und bekannt gemacht.

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CH. Newskij's Zita aus der Molly Company

Vom Wesen her ist die Sibirische Katze etwas besonderes. Sie ist in ihrer Art sehr lieb, unheimlich anhänglich - wenn sie sich jemanden als Bezugsperson auserkoren hat, fast schon "lästig anhänglich" - und sehr verspielt. Sie hat aber auch Temperament, das doch ab und zu mit ihr durchgeht. Dann geht - wie man so schön sagt - "die Post ab". Eine besondere Eigenart der Sibirischen Katzen ist ihre Gesprächigkeit. Wenn sie ihrem Zweibeiner ein Gespräch aufgezwungen haben, haben sie dazu auch noch das letzte Wort. Allerdings kommt ab und zu ein Charakterzug zum Vorschein, der auf eine Eigenwilligkeit deutet, die bei manchen anderen durchgezogenen Rassen inzwischen verlorengegangen ist.

Wer Sibirische Katzen züchtet, braucht starke Nerven, besonders dann, wenn Kitten ihr "Unwesen" treiben. Jeder Wurf steckt voller Überraschungen, denn keiner verhält sich wie der vorherige. Die Aufzucht der Sibirischen Katze bereitet keine nennenswerten Probleme. Selbst bei Katzendamen, die das erste Mal Babies bekommen, verläuft die Geburt reibungslos. Das gilt natürlich nur für den Fall, bei dem "Mutter Natur" nicht ins "Handwerk gepfuscht" wurde, wie eventuell mit einer Hormonbehandlung oder ähnlichen Eingriffen.

Im Alter von 12 Wochen beginnt eine Entwicklungsphase, die man besser nicht beschreiben sollte. Manchmal wachsen die Beine unproportional oder der Kopf wird länglich bis spitzschnäuzig. Diese Entwicklungsstufe kann sich einige Monate hinziehen, bevor die harmonischen Proportionen zur Geltung kommen. Eine erwachsene Sibirische Katze hat weder hier noch da irgendetwas Extremes, sie ist einfach nur harmonisch gebaut.

Die Sibirische Katze hat sich nach anfänglichen Schwierigkeiten in der Katzenwelt etabliert.

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Ch. Newskij's Azzurro the Blue Bajou

Autor:

Betti Schultz, Newskij's Sibirische Katzen
Ohlwiese 40
58840 Plettenberg

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